A  B  C  D  E  F  G  H   I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

Begutachtungsfristen
Es gibt zeitliche Regelungen, die besagen wann die Pflegekasse eingereichte Anträge auf Pflegebedürftigkeit beantwortet haben muss.
Im Regelfall erhält der Antragsteller bis fünf Wochen nach Antragsstellung das Ergebnis der Pflegekasse bzw. des MDK.
Daneben gibt es folgende Ausnahmen:
Härtefall in einer Notsituation; D. h. die Fünf-Wochen-Frist verkürzt sich um zwei Wochen, wenn ein Angehöriger ein Familienmitglied von Zuhause aus versorgt und die Beantragung der Pflegezeit mit einer Notsituation einhergeht.
Klinikaufenthalt; D. h. wenn der Antragsteller sich während der Beantragung auf Pflegezeit nicht Zuhause, sondern in einem Krankenhaus aufhält, kann die Begutachtung durch die Pflegkassen innerhalb einer Woche erfolgen.

Behandlungspflege
Unter Behandlungspflege (auch spezielle Pflege) werden Leistungen verstanden, die vom behandelden Arzt angeordnet werden und den Rahmen der Grundpflege übersteigen. Welche Handlungen der Arzt wann verordnen darf ist in einem bundesweit gültigen Katalog festgelegt. Die Verordnung ist Basis und Auftrag für den Pflegedienst tätig zu werden. Die Verordnung muss bei der Krankenkasse eingereicht werden, damit diese die Kosten übernimmt.
Die Behandlungspflege kann sowohl stationär als auch ambulant erfolgen. Die Maßnahmen basieren auf ärztlicher Anordnung und umfassen unter anderem:

  • Wundversorgung
  • Verbandswechsel
  • Injektionen
  • Infusionstherapie
  • Parenterale Ernährung
  • Katheterisierung
  • Dekubitusversorgung
  • Medikamentenabgabe
  • Blutdruck- und Blutzuckkontrolle
  • Medizinische Einreibung
  • Stomaversorgung
  • Einlauf


Betreuer
Für Menschen die wegen einer körperlichen oder geistigen Behinderung und/oder einer psychischen Erkrankung nicht in der Lage sind, sich komplett alleine um ihre persönlichen Angelegenheiten zu kümmern, kann laut §1896 des BGB vom Amtsgericht ein Betreuer bestellt werden.
Der gesetzliche Betreuer unterstützt durch seine Arbeit den zu Betreuenden bei der Organisation seines Lebens. Das Wohl des zu Betreuenden steht hierbei immer im Vordergrund. Ziel der Arbeit des Betreuers ist es, dem zu Betreuenden ein möglichst eigenständiges Leben zu ermöglichen, bzw. ihn in ein selbstbestimmtes Leben zurück zu führen. In die Rechte des zu Betreuenden darf der Betreuer erst dann eingreifen, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Der Betreuer kann in folgenden Bereichen zum rechtlichen Vertreter des zu Betreuenden werden:
Gesundheitsangelegenheiten (z. B. Organisation und Zusammenarbeit mit Ambulanten Pflegediensten, Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten)
Vermögensangelegenheiten (z. B. Verwaltung des Vermögens, Organisieren und Ausfüllen von Anträgen)
Regelung des jeweiligen Aufenthaltes des zu Betreuenden (z. B. Mietangelegenheiten, Altenheimangelegenheiten)
Behördenangelegenheiten (z. B. Organisieren und Ausfüllen von Anträgen)
Wichtig ist, dass das Amtsgericht entscheidet in welchen dieser Bereiche der Betreuer jeweils tätig werden muss bzw. darf.
Damit gewährleistet ist, dass der Betreuer im Sinne des zu Betreuenden handelt, muss der Betreuer in manchen Angelegenheiten zuvor eine vormundschaftliche Genehmigung einholen.
Zu diesen Angelegenheiten zählt u. a.

  • Regelung der Unterbringung des zu Betreuenden
  • Wohnungsauflösungen
  • Freiheitsentzug
  • Rechtsangelegenheiten

Bei der Wahl des Betreuers muss, soweit möglich, auf die Wünsche des zu Betreuenden eingegangen werden. Es kann, sofern vorhanden, ein Betreuer aus dem direkten und persönlichen Umfeld, wie der Familie des zu Betreuenden eingesetzt werden. Daneben gibt es Betreuungsvereine, bei denen ehrenamtliche und hauptberufliche Betreuer angefragt werden können.

Betreutes Wohnen
Die Mehrzahl der Menschen möchte im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen und eine eigene Wohnung haben. Vor diesem Hintergrund ist die Idee des betreuten Wohnens entstanden.
Seniorengerecht ausgestattete Wohnungen in einer speziell für ältere Menschen gebauten Wohnanlage ermöglichen es, die Unterbringung in einem Altenheim oder Altenpflegeheim zu meiden bzw. so weit wie möglich zu verzögern.
Es wird versucht, die Vorteile des Lebens in den eigenen vier Wänden mit den Vorzügen des Lebens in einem gut ausgestattetem Heim zu verbinden. Zu diesem Zweck gibt es beim betreuten Wohnen eine Reihe von zusätzlich wählbaren Leistungen auf die der Betroffene bei Bedarf zurückgreifen kann. Dazu gehören beispielsweise ambulante Pflegedienste, hauswirtschaftliche Dienste oder Essen auf Rädern.
Für Betreutes Wohnen gibt es bislang keine bundeseinheitlich verbindlichen Standards. Angebote und Kosten sollten aus diesem Grund im Vorfeld gründlich geprüft werden.


Betreuungsrecht
Das Betreuungsrecht richtet sich an volljährige Menschen, denen es wegen einer psychischen, geistigen oder körperlichen Einschränkungen nicht möglich ist, teilweise oder ganz, für sich selbst zu sorgen. Ist dies der Fall kann der Betroffene einen Betreuer beantragen, bzw. es wird von Amts wegen ein Betreuer ernannt.
Bis 1992 regelte das Recht der Entmündigung Volljähriger Betreuungsangelegenheiten. Durch das 1992 in Kraft getretene Betreuungsrecht hat die betreute Person nun mehr Rechte. Der Betreute bleibt geschäftsfähig, die Geschäftsfähigkeit ist lediglich eingeschränkt, wie dies auch bei Jugendlichen der Fall ist.
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt das materielle Recht der Betreuten. Gerichtliche Angelegenheiten der Betreuten regelt das Gesetz über die freiwillige Gerichtsbarkeit (FGG). 
Das Betreuungsbehördengesetz (BtBG) regelt die Kompetenzen der Behörden, die sich um die Betreuer bemühen. Das Vormünder- und Betreuervergütungsgestz (VBVG) regelt die Vergütung hauptberuflicher Betreuer. 
Im Vordergrund des Betreuungsrechts stehen immer die Belange des Betreuten!

Bluthochdruck
Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Krankheit. Vor allem Stress ist ein Faktor, der sich negativ auf den Blutdruck auswirken kann. In Deutschland leiden circa die Hälfte der Erwachsenen an einem zu hohen Blutdruck. Die Beschwerden bleiben häufig über längere Zeit unentdeckt, und das, wo fast die Hälfte der Todesfälle in Deutschland auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind.
Blutdruck bezeichnet den Druck in den Arterien. Bei jedem Herzschlag schwankt dieser Blutdruck zwischen einem maximalen Wert und einem minimalen Wert. Den maximalen Wert bezeichnet man als systolischen Wert, den minimalen als diastolischen Wert.
Von einem idealen Blutdruck spricht man bei einem Wert von 120 zu 80. 120 bezieht sich auf den maximalen Wert, der während der Anspannung, also dem Aufpumpen der so genannten Manschette des Blutdruckmessgerätes, gemessen wird.
80 bezieht sich auf den minimalen Wert, der während der Entspannung, gemessen wird.Bluthochdruck wird diagnostiziert, wenn der systolische Wert bei über 140 und der diastolische Wert bei über 90 liegt. Bei Bluthochdruck schlägt das Herz somit permanent mit einer zu hohen Frequenz. Wird dieser hohe Wert über einen längeren Zeitraum mehrfach festgestellt, muss der Bluthochdruck ärztlich, d. h. in der Regel medikamentös, behandelt werden.
Bei Bluthochdruck sollten auch andere Risiken, wie ein Herzinfarktrisiko oder auch das Schlaganfallrisiko im Auge behalten werden.
Vor allem bei älteren Menschen, speziell bei Menschen über 80 Jahren, ist es zunehmend schwierig den systolischen Idealwert zu halten. Hier wird ein Wert von unter 150 angestrebt, der durch die Kombination verschiedener Medikamente hergestellt werden soll.
Werden Sie selbst aktiv:

  • In Familien mit vielen an Bluthochdruck Erkrankten sollte ein Messgerät angeschafft und regelmäßig genutzt werden.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung und Ihr Gewicht.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport.
  • Stress sollte vermieden werden. Entspannungsübungen oder auch Yoga können hier helfen.
––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
 Diakoniestation Dornstetten. Glatten. Schopfloch | Telefon: 07443/96802-0 | Fax: 9680215
 Bankverbindung: Volksbank Dornstetten
 IBAN: DE35 6426 2408 0054 6000 06 | BIC: GENODES1VDS
 Unsere Bankverbindung ist auch gleichzeitig das Spendenkonto der Diakoniestation.
Aktuell
Ihre Diakoniestation ist
Mitglied im Diakonischen
Werk Württemberg
MDK