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Dekubitus
Ein Dekubitus bezeichnet ein lokal begrenztes Druckgeschwür. Bei einem Dekubitus sind die Haut sowie das Gewebe direkt unter der Haut geschädigt.
Dekubitus ist umgangssprachlich auch als Wundliegegeschwür bekannt. Bei Patienten, die länger in Krankenhäusern liegen und bei Klienten in Pflegeheimen, die nicht mehr in der Lage sind ihr Bett zu verlassen, kommt es immer wieder zur Herausbildung von Druckgeschwüren.
In Pflegeeinrichtungen ist das Pflegepersonal angehalten, das Auftreten von Dekubitus-Druckgeschwüren, durch die Vermeidung dauerhafter Druckstellen und einen regelmäßigen Wechsel der Liegposition von bewegungsunfähigen Menschen, zu verhindern.

Demenz
Demenz bezeichnet im allgemeinen eine Rückbildung im Gehirn die einen Verlust der geistigen Fähigkeiten zur Folge hat. Der Patient wird durch die Einschränkung seines Denkvermögens in den meisten Fällen Pflegebedürftig, da das tägliche öffentliche Leben für ihn nicht mehr alleine zu bewältigen ist.
Symptome der Demenz sind unter anderem Sprach- Bewegungs- und Verhaltensstörungen, sowie Identifikations- und Organisationsverlust. Auch körperlicher Verfall, Ess- und Trinkstörungen sowie Verwirrtheit sind bekannte Symptome. Das Denken, Merken und Erinnern fällt dem kranken Menschen schwer oder ist nicht mehr möglich, je nachdem wie stark die Demenz ausgeprägt ist.
Verschiedene Demenzformen sind beispielsweise Morbus Alzheimer oder die Pick-Krankheit. Die Erkrankung kann vor dem 65. Lebensjahr (präsenil) oder nach dem 65. Lebensjahr (senil) eintreten und wird danach eingestuft.
Die Demenzformen werden in primäre und sekundäre Demenzerkrankungen unterteilt. Bei der primären Demenzform kommt es zu neurogenerativen (Degeneration der Nervenzellen) oder vaskulären (Duchblutungsstörungen) Veränderungen im Gehirn. Es können auch kombinierte Erkrankungen aus beiden Demenzen entstehen (meist erst im höheren Alter). Beispiel für eine primäre Demenzerkrankung ist Morbus Alzheimer.
Die sekundäre Demenzform wird durch andere organische Erkrankungen hervorgerufen. Beispielsweise kann jahrelanger Alkoholismus zu dieser Form der Demenz führen. Die Behandlung ist in der Regel wirksamer und einfacher.
Grundsätzlich können für die Behandlung von Demenzkranken psychologische und psychosoziale Therapien, intensive Betreuung, Gedächtnistraining oder auch Medikamente zur Verminderung der Lebenseinschränkung verhelfen.

Demenzpflege
An Demenz Erkrankte benötigen eine besondere Pflege. Demenzkranke leiden unter einer zunehmenden Einschränkung des Denk- und Erinnerungsvermögens. Alltägliche und banale Tätigkeiten, wie Anziehen und Essen zubereiten, können für Demenzkranke zu unüberwindbaren Hindernissen des Alltags werden.
Bei der aktivierenden Pflege Demenzkranker achten Angehörige oder Pfleger darauf, dass sie dem Erkrankten nicht alle Handgriffe abnehmen. Vielmehr unterstützen sie Handlungen und bereiten diese vor, indem sie Kleider zurecht legen oder den Tisch eindecken, den Demenzkranken aber nicht wie selbstverständlich jeden Tag einkleiden und füttern.
Pfleger von Demenzkranken müssen sehr geduldig sein, denn immer wieder erinnern sie an die gleichen Abläufe. Ein Ziel der Demenzpflege ist es, den Erkrankten stets ein gewisses Maß an Selbstständigkeit zu bewahren. Durch diese unterstützende Pflege, zu der auch die Beschäftigung Demenzkranker und die Kommunikation mit ihnen zählt, erhalten diese den Respekt, den jeder Mensch verdient.

Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist Teil des internationalen Roten Kreuzes und der Rothalbmond-Bewegung und zählt national zu den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtsverbände (FW).
Die Ursprungsidee des Roten Kreuzes geht auf den in Genf geborenen Henry Dunant (1828 - 1910) zurück. Dieser plädierte Mitte des 19. Jh. dafür, dass in Zeiten des Krieges Zivilisten bei der Versorgung Verwundeter mithelfen.
Im Januar 1921 wird offiziell der Deutsche Rote Kreuz e. V. als gemeinnütziger Verein eingetragen.
Folgende Grundsätze stehen beim DRK im Mittelpunkt:
Menschlichkeit
Das DRK hat es sich zur Aufgabe gemacht Leid zu verhindern und zu lindern, dabei steht die Würde des Menschen im Vordergrund.
Unparteilichkeit
Die Herkunft des Einzelnen spielt bei der Versorgung durch das DRK keine Rolle.
Neutralität
Das DRK ist nicht daran interessiert, sich in öffentliche politischen, ideologischen oder ähnliche Auseinandersetzungen aktiv einzumischen, da dies dem Vertrauen schaden könnte.
Unabhängig
Das DRK und die Rothalbmond-Bewegung sind unabhängig und eigenständig.
Freiwilligkeit
Die durch das DRK angebotene Hilfe ist freiwillig und nicht Gewinnorientiert.
Einheit
In jedem Land kann es höchstens eine Rotkreuz-Organisation geben. Diese bietet ihre Hilfe im ganzen Land an und kümmert sich um jeden, der Hilfe sucht und braucht.
Universalität
Das Rote Kreuz ist international aufgestellt. Alle Rotkreuz-Gesellschaften stehen sich gleichberechtigt gegenüber.
Die Aufgaben des DRK umfassen international folgende Bereiche:

  • Humanitäre Hilfe in Kriegsgebieten
  • Humanitäre Hilfe nach Naturkatastrophen
  • Verbreitung von humanitärem Völkerrecht

Die Aufgaben des DRK umfassen national zudem folgende Bereiche:

  • Koordination des nationalen Katastrophenschutzes
  • Koordination des zivilen Rettungsdienstes
  • Wohlfahrtsarbeit und Sozialarbeit, wie Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Suchtdienst
  • Krankenpflege

Das DRK setzt sich aus folgenden Mitgliedern, Organisationen und Verbänden zusammen:

  • Landesverbände
  • Kreisverbände
  • Ortsvereine
  • Verband der Schwesternschaften
  • DRK-Blutspendedienste
  • Rotkreuzgemeinschaften

Insgesamt zählt das DRK über 4 Mio. Mitglieder und hauptberufliche Mitarbeiter, dazu kommen ca. 400.000 freiwillige Helfer.


Diabetes mellitus
Diabetes ist eine, häufig als Zuckerkrankheit bezeichnete Stoffwechselkrankheit. Man unterscheidet primär zwischen zwei unterschiedlichen Typen von Diabetes.
Diabetes Typ 1:
In diesem Fall wird die Bildung des Hormons Insulin verhindert. Der Körper benötigt Insulin um den Zucker, der durch die Nahrung ins Blut gelangt, aufzunehmen und abzubauen. Geschieht dies nicht, steigt der Blutzuckerspiegel.
Besonders junge Menschen erkranken an dem selteneren Diabetes Typ 1. Symptome dieser Erkrankung sind ein Gefühl der Schlappheit, starker Durst und häufiges Wasserlassen sowie Gewichtsverlust. Durch das regelmäßige Spritzen von Insulin wird der Blutzuckerhaushalt stabil gehalten.
Diabetes Typ 2:
In diesem Fall produziert der Körper zwar genügend Insulin, der Körper kann es aber nicht abbauen und so kommt es auch hier zur Steigerung des Blutzuckerspiegels.
Besonders ältere Menschen erkranken am Diabetes Typ 2, der generell häufiger vorkommt und zunehmend bei jüngeren Menschen diagnostiziert wird. Diabetes Typ 2 wird häufig erst spät erkannt. Zu den Symptomen zählen unter anderem Schlappheit, wie Müdigkeit und Schwindelgefühle, nächtliches Wasserlassen, Juckreiz, Kopfschmerzen, außerdem besteht eine erhöhte Infektionsanfälligkeit.
An Diabetes Typ 2 erkrankte Personen sind oft Menschen mit Übergewicht. (Adipositas). Vor allem zu Beginn der Erkrankung kann dem Krankheitsverlauf durch eine Änderung des Lebensstil entgegengetreten werden, indem durch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung ein Gewichtsverlust erfolgt. Fortgeschrittener Diabetes Typ 2 wird zum Teil mit Medikamenten behandelt, ggf. muss auch hier Insulin gespritzt werden.
Schwangerschaftsdiabetes ist eine Sonderform der Diabetes-Erkrankungen.
In diesem Fall weist die Mutter während der Schwangerschaft einen erhöhten Blutzuckerspiegel auf, der nach der Geburt des Kindes wieder verschwindet. Eine Behandlung während der Schwangerschaft ist wichtig, da es sonst zu Folgeschäden für das Kind kommen kann.

Diakonie
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD) - kurz; Die Diakonie
Die Diakonie zählt zu den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtsverbände (FW), sie ist der Verband, der soziale Arbeit im Sinne der evangelischen Kirche organisiert.
Die Ursprungsidee der Diakonie geht auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern und das Jahr 1848. In diesem Jahr begründete dieser Geistliche den Zentralausschuss für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche.
Für die Diakonie gehen aktive Nächstenliebe und der Glaube an Gott Hand in Hand. Die Diakonie setzt sich in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen, wie der Altenpflege und der Seniorenbetreuung, für schwache Menschen und Menschen in Not ein.
Die Diakonie ist ein eingetragener Verein. Organisatorisch steht an oberster Stelle die Diakonische Konferenz. Der Verein zählt außerdem die Diakonischen Werke von 22 Landeskirchen, neun Freikirchen und über 80 verschiedenen Fachverbände zu seinem Organigramm.
In über 27.000 selbstständigen Einrichtungshäusern arbeiten hauptamtlich über 435.000 Menschen.
Daneben zählen, wie bei den anderen Wohlfahrtverbänden, zahlreiche Selbsthilfegruppen zu dieser sozialen Organisation, sowie eine Vielzahl ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die Diakonie kann stolz sein auf 400.000 ehrenamtliche Wohltäter.

Dorfhelferinnen
Ausgebildete Dorfhelferinnen sind eine wichtige soziale Einrichtung für den ländlichen Raum. Die Dorfhelferin tritt ein wenn die Person, die bisher einen Haushalt in einer ländlichen Region mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren geführt hat, diesen nicht mehr alleine führen kann.
Gründe hierfür können sein:

  • akute Erkrankungen
  • ein Krankenhausaufenthalt
  • eine Kur
  • ein REHA-Aufenthalt
  • eine ambulante Operation
  • Risikoschwangerschaft oder die Zeit nach einer Entbindung
  • Vorübergehende körperliche oder seelische Überforderung
  • psychische Erkrankungen
  • Tod eines Elternteils

Die Dorfhelferin hilft den Familienalltag aufrecht zu erhalten und übernimmt die vorübergehende Betreuung in hauswirtschaftlicher und erzieherischer Hinsicht. Im Bedarfsfall kann die Dorfhelferin auch Haus- und Nutztiere versorgen und im landwirtschaftlichen Betrieb mit anpacken.
Eine Übernahme der Kosten ist u.a. auch von der jeweiligen Haushaltssituation der Familien abhängig. Je nach Einsatzgrund und Versicherung kommen beispielsweise in Frage:

  • die gesetzlichen Krankenkassen
  • die landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger
  • das Jugendamt oder das Sozialamt
  • die Einsatzfamilie als Selbstzahler

Siehe hierzu auch: Familienpflege

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