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Sanitätshaus
Sanitätshäuser bieten Produkte rund um Kranken- und Altenpflege sowie Orthopädie und Rehabilitation an. In Deutschland werden Sanitätshäuser in drei Gruppen unterteilt:
Gruppe 1
Abgabe von handwerklich individuell gefertigten Hilfsmitteln, bei denen die handwerkliche Leistung den überwiegenden Teil des Hilfsmittels darstellt und industriell gefertigten Hilfsmitteln.
Gruppe 2
Abgabe aller sonstigen Hilfsmittel ohne zusätzliche handwerkliche Zurichtung. Produkte, die zur Mobilisation eines Pflegebedüftigen beitragen, wie beispielsweise Rollatoren, können dort erworben werden.
Gruppe 3
Abgabe von Geräten zur Eigenbehandlung des Patienten.
Von einem guten Sanitätshaus kann man sich unter anderem Prothesen, Einlagen und Bandagen aller Art anfertigen lassen.


Schlaganfall
Der Schlaganfall hat in der Medizin mehrere Bezeichnungen: Apoplex, Insult, Stroke, Hirninfarkt. Bei einem Schlaganfall kommt es zu einer plötzlich einsetzenden Störung des Gehirns.
Es gibt unterschiedliche Ursachen. 80 Prozent der Schlaganfälle sind Hirninfarkte, das heißt, dass ein, das Gehirn versorgende Gefäß verschlossen ist. Bei den weiteren 20 Prozent kommt es zu einer Hirnblutung, das heißt, dass ein Blutgefäß im Hirn geplatzt oder gerissen ist. Bei Schlaganfällen kommt es zu Sauerstoffmangel der betroffenen Nervenzellen im Gehirn, die daraufhin absterben.

Ursachen und Risikogruppen
Das Schlaganfallrisiko nimmt mit dem Alter zu. Aber auch unabhängig vom Alter kann generell jeder Mensch einen Schlaganfall erleiden. Es gibt verschieden Risikofaktoren, die einem Schlaganfall vorausgehen können. Neben dem zunehmendem Alter gibt es eine ganze Reihe beeinflussbarer Risikofaktoren. Durch eine gesunde Lebensweise kann das Schlaganfallrisiko verringert werden. Zu diesen beeinflussbaren Faktoren zählen Adipositas, Alkoholkonsum, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Diabetes mellitus,  Fettstoffwechselstörungen, Nikotingenuss und Vorhofflimmern. Die bei diesen Faktoren auftretende Arteriosklerose ist die häufigste Ursache von Schlaganfällen.

Folgen von Schlaganfällen
Schlaganfälle können eine Vielzahl der unterschiedlichsten Folgen nach sich ziehen. Gefühlsstörungen und eine gestörte Wahrnehmung von eigentlich alltäglichen Dingen können ebenso Folgen sein, wie Lähmungserscheinungen, Sprachschwierigkeiten, Sehstörungen und auch Persönlichkeitsveränderungen. Persönlichkeitsveränderungen machen es den Angehörigen von Schlaganfallpatienten besonders schwer, mit diesen umzugehen.

Akutversorgung und Therapie
Um die Folgen von Schlaganfällen möglichst einzudämmen ist eine schnelle und korrekte Akutversorgung bei, bzw. nach einem Schlaganfall äußerst wichtig, außerdem zählt bei der Akutversorgung jede Minute. Treten bei einem Menschen folgende Symptome auf, können diese Hinweise auf einen Schlaganfall sein:

Der Betroffenen klagt über enorme Kopfschmerzen, Sehstörungen, Lähmungserscheinungen und/oder Taubheitsgefühle in manchen Körperteilen. Außerdem können Schwindel und ein unsicherer Gang sowie Sprachstörungen und Verständnisstörungen ein Hinweis auf einen Schlaganfall sein.

Bei einem Schlaganfall muss sofort und umgehend ein Notarzt alarmiert werden, beim Notruf sollten der Verdacht auf Schlaganfall, oder ggf. die Symptome, genannt werden, denn die Erst- und Akutversorgung sind ausschlaggebend darüber, ob und an welchen Folgen der Patient in seinem Leben nach dem Schlaganfall leiden wird.

Schlaganfallpatienten werden in einer Stroke Unit kontinuierlich beobachtet. Außerdem wird umgehend mit der Rehabilitation begonnen. Physiotherapeuten und Ergotherapeuten beginnen schnell mit der Behandlung, um z.B. Lähmungserscheinungen entgegen zu wirken.

In wenigen Fällen wird eine medikamentöse Therapie mit Lyse vorgenommen. Diese Therapieform eignet sich nicht für jeden Patienten, außerdem muss dieser Therapieform eine perfekte Akut- und Erstversorgung vorausgehen.


Schmerztherapie
Bei Schmerzen unterscheidet man akute und chronische Schmerzen, die unterschiedlich zu behandeln sind.
Akute Schmerzen sind ein Warnsignal des Körpers, der durch die Schmerzen mitteilt, dass etwas nicht stimmt. Wird die Ursache akuter Schmerzen behandelt verschwindet der Schmerz.

Chronische Schmerzen (siehe auch chronische Krankheiten) jedoch überdauern diesen Heilungsprozess. Anhaltende Schmerzen beeinflussen das alltägliche Leben der Schmerzpatienten negativ und müssen nicht zuletzt wegen dieser allumfassenden Einschränkung therapiert werden.

Schmerztherapien arbeiten allumfassend, da die Ursache chronischer Schmerzen oft nicht alleine medizinischer Natur ist. So werden auch soziale und psychische Aspekte in die Schmertherapie mit einbezogen.

In der Schmerztherapie gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel

  • medikamentöse Schmertherapie
  • Massagetherapien (z. B. Reflexzonenmassage, Lymphdrainage)
  • Thermotherapie (Zufuhr von Wärme oder Kälte, je nach Schmerzbild)
  • Akupunktur (Ausgleichen gestörter Energieflüsse im Körper durch Reize)
  • Psychotherapie (Stress und Angst kann Schmerzen verursachen, diese Ursachen können in einer Schmerzbewältigungstherapie behandelt werden)


Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit sondern zeigt lediglich einen kleinen Teilbereich des großen Spektrums der Schmerztherapie auf.

1984 wurde der DGS e. V. (Deutsche Gesellschaft für Schmertherapie e. V.) gegründet. Die Gesellschaft arbeitet interdisziplinär und fördert die ständige Weiterentwicklung im Bereich der Schmerztherapie.


Schwerbehindertenausweis
Schwerbehinderte Menschen erhalten neben notwendiger Hilfe zusätzlich besondere Hilfe und Unterstützung beim Nachteilsausgleich gegenüber nicht behinderten Menschen. Mit dem Schwerbehindertenausweis können sich die Inhaber des bei Behörden, Arbeitgebern usw. als schwerbehindert ausweisen.
Unter folgenden Voraussetzungen kann man einen Schwerbehindertenausweis beantragen:

- Der Grad der Behinderung (GdB), der ermittelt werden muss, muss bei mindestens 50 liegen

- Die Person, die einen Schwerbehindertenausweis beantragt, muss ihren Wohnsitz in gemeldet haben, oder sich gewöhnlich in Deutschland aufhalten, oder in Deutschland arbeiten.

Beantragung des Schwerbehindertenausweises:
Beim Landratsamt oder Versorgungsamt wird ein Antrag für einen Schwerbehindertenausweis gestellt. Die Bestätigung eines Arztes über die Behinderung sollte bereits bei der Antragsstellung eingereicht werden. Für die Antragsstellung sind spezielle Formulare auszufüllen, die man beim Landratsamt, Versorgungsamt, Sozialamt und bei Behindertenverbänden erhält. Häufig gibt es die Formulare bei diesen Stellen auch . Sollte zunächst ein formloser Antrag gestellt werden, erhält man ein Antragsformular zugeschickt, mit der Aufforderung dieses auszufüllen.

Der Ausweis:
Generell sind Behindertenausweise grün. Schwerbehinderte Menschen hingegen erhalten einen grün-orangen Behindertenausweis, der sie zur unentgeltlichen Beförderung berechtigt.

Außerdem geben die unterschiedlichen eingetragenen Merkzeichen Auskunft über die Behinderung und den damit verbundenen Nachteilsausgleich.

Merkzeichen und Nachteilsausgleich können z. B. sein:

G – Gehbehindert; Anspruch auf kostenlose Beförderung

RH – Rundfungkgebührenbefreiung (hier muss der GdB bei mindestens 80 liegen)

B – Begleitperson; Menschen mit einer erheblichen oder außergewöhnlichen Gehbehinderung haben das Recht eine ständige Begleitung in Anspruch zu nehmen. Die Begleitperson muss in den öffentlichen Verkehrsmitteln keinen Fahrschein lösen und kann unentgeltlich fahren, auch wenn der behinderte Mensch einen Fahrschein lösen muss.

Der Schwerbehindertenausweis berechtigt nicht dazu auf Behindertenparkplätzen zu parken. Hierfür muss zusätzlich ein besonderer Parkausweis beantragt werden.


Seniorenheim
Seniorenheime wurden früher oft auch Altersheime oder Altenheime genannt. Heute verstehen sich Seniorenheime zunehmend als Pflegeheime, in denen Menschen leben, die nicht mehr alleine wohnen möchten oder die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr fähig sind komplett selbstständig zu leben.
Anders als bei Seniorenresidenzen oder Senioren-WGs steht in den Senioren- und Pflegeheimen die Pflege der Heimbewohner im Vordergrund. Die Menschen erhalten hier eine 24h-Pflege durch ein professionelles und somit examiniertes Pflegepersonal. Die rundum Versorgung im Seniorenheim beinhaltet heute nicht mehr nur die Pflege und die kulinarische Versorgung der Bewohner sonder bietet auch gesellschaftliche Ereignisse, wie etwa Beschäftigungstherapien im Haus oder organisierte Tagesausflüge an.

Die einzelnen pflegerischen Leistungen der Fachkräfte unterscheiden sich je nach der Pflegstufe des einzelnen Heimbewohners.

Für Senioren die noch fit sind und zum größten Teil selbstständig leben können, empfiehlt es sich über alternative Wohnformen, wie Senioren-WGs oder Seniorenresidenzen nachzudenken. Hier steht das Wohnen im Vordergrund und nicht, wie in Seniorenheimen, die Pflege.


Seniorenresidenz
Die Seniorenresidenz ist eine besondere Wohnform für ältere Menschen. Entscheiden sich Senioren für ein Leben in einer Seniorenresidenz erhalten sie neben dem Wohnraum zusätzliche diverse Dienstleistungen rund um Pflege und Betreuung.
In der Regel bieten Wohnresidenzen auch ein hochwertiges Kultur- und Freizeitangebot an. Wohnresidenzen sind meist von einer schönen Umgebung geprägt und bieten eine luxuriöse Ausstattung. Daher ist diese Form des betreuten Wohnens kostenintensiver als zum Beispiel Seniorenheime.


Sozialhilfe für Pflegebedürftige
Sozialhilfe hat die Aufgabe hilfsbedürftigen bzw. in Not geratenen Menschen ein würdevolles Leben zu ermöglichen.
Der deutsche Staat verpflichtet sich nach Artikel 20 Absatz 1 des Grundgesetz jedem deutschen Einwohner der Bundesrepublik das Existenzminimum zu sichern. Laut § 28 SGB I und § SGB XII gibt es in Deutschland folgende Sozialleistungen, die den Menschen im Alter und im Bereich der Pflege unterstützen:

  • Hilfe zur Pflege nach § 61-66 SGB XII:

Die Sozialhilfe übernimmt die Kosten für Pflegebedürftige...

  • ... wenn diese nicht die höchste Pflegestufe 1 erreichen.
  • ... wenn diese nicht pflegeversichert sind.
  • ... wenn die Pflegebedürftigkeit sehr schwer wiegt.

In allen weiteren Fällen zahlt in der Regel die Pflegeversicherung.

  • Altenhilfe nach § 71 SGB XII:

Die Sozialhilfe stellt Leistungen und Unterstützungen mit dem Ziel der Lebenserhaltung und der Milderung von altersbedingten Problemen.
Siehe hierzu auch: Unterhaltspflicht


Sozialstation
Sozialstationen sind gemeinnützige Einrichtungen in Trägerschaft der freien Wohlfahrtspflege, wie beispielsweise die Caritas, die Diakonie oder das Deutsches Rotes Kreuz.
Ziel ist es kranke, alte und behinderte Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zu betreuen, damit diese ihre Selbstständigkeit so lange als möglich bewahren oder wieder erlangen.
Siehe auch: Ambulanter Pflegedienst


Sterbehilfe
Bei Sterbehilfe muss unterschieden werden zwischen aktiver Sterbehilfe und passiver Sterbehilfe.
Aktive Sterbehilfe, also die aktive Herbeiführung des Todes auf Verlangen, ist in Deutschland gesetzlich verboten. In Nachbarländern, wie in der Schweiz, verhält es sich anders. Organisationen, wie Dignitas in der Schweiz, regeln unter bestimmten Voraussetzungen den Suizid ihrer Klienten.

Der gängig gewordene Begriff der passiven Sterbehilfe meint den Verzicht einer weiteren medizinischen Behandlung oder den Behandlungsabbruch todkranker Menschen, das schließt zum Beispiel das Abschalten von Beatmungsgeräten ein. Um auf die Art des eigenen Ablebens einen gewissen Einfluss ausüben zu können, unterzeichnen immer mehr Menschen eine Patientenverfügung, in der solche Dinge, wie das Abstellen von Beatmungsgeräten oder das Beenden künstlicher Ernährung durch Sonden, geregelt werden.

Vor allem Palliativmediziner (siehe auch Palliativ Care) sehen den Begriff „Passive Sterbehilfe“ als unglücklich gewählt, denn nicht der Tod stehe bei den Ärzten im Mittelpunkt sondern das Leben, das gelte auch für die medizinische Begleitung am Lebensende todkranker Menschen.

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