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Verhinderungspflege (Ersatzpflege)
Ist die pflegende Person aufgrund eines Erholungsurlaubes, einer Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund verhindert, kann die Pflegekasse die Kosten für eine notwendige Ersatzpflege für maximal vier Wochen übernehmen. Voraussetzung ist, dass die pflegende Person den Pflegebedürftigen vor der Verhinderung mindesten zwölf Monate durchgehend gepflegt hat.
Für den Fall, dass die Ersatzpflege von einer Sozialstation oder einer gewerblichen Ersatzpflegeperson erbracht wird, übernimmt die Pflegekasse die entsprechenden Kosten im Rahmen eines definierten Höchstbetrags, jedoch nicht mehr als die tatsächlich entstandenen Kosten.
Sollte die Ersatzpflege durch eine nicht erwerbsmäßig tätige Person erbracht werden, sind die Aufwendungen der Pflegekasse auf den Betrag des aktuellen Pflegegeldes der festgestellten Pflegestufe begrenzt. Eine Erhöhung des Pflegegeldes ist nur möglich, wenn die Ersatzpflege entsprechend höhere Ausgaben bei beispielsweise Verdienstausfall oder Fahrtkosten nachweist. Die Kostenübernahme ist auf einen finanziellen Höchstbetrag begrenzt.
In Fällen, in denen häusliche Pflege nicht möglich ist, besteht der Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung. Auch in diesem Fall sind die Leistungen der Pflegekasse auf maximal vier Wochen limitiert und darf ein definierter finanzieller Höchstbetrag nicht überschritten werden.
Eine Kombination von Verhinderungs- und Kurzzeitpflege ist in der Regel möglich.
Leistungen der Pflegeversicherung für Verhinderungspflege (max. 4 Wochen):
ab    2010    bis    € 1.510,00
ab    2012    bis    € 1.550,00
Darüber hinaus gehende Aufwendungen müssen privat getragen werden.


Vorsorgevollmacht
Die Vorsorgevollmacht kann von einem Menschen auf einen ihm vertrauten Mitmenschen übertragen werden. Der Bevollmächtigte hat nach der Ausstellung der Vorsorgevollmacht das Recht, über sämtliche Angelegenheiten des Ausstellers zu entscheiden bzw. dessen Entscheidungen für ihn zu treffen.
Eine Vorsorgevollmacht ist erst gültig, sobald der Vollmachtgeber selbst nicht mehr in der Lage ist Entscheidungen zu treffen. Dieser Zeitpunkt wird durch den Aussteller selbst bestimmt, indem er Bedingungen stellt, bei welchem ihm unterliegenden gesundheitlichen Zustand die Vorsorgevollmacht wirksam gemacht werden soll. Der Bevollmächtigte ist gesetzlich dazu verpflichtet im Sinne seines Vollmachtgebers zu entscheiden.
Die Vorsorgevollmacht erlaubt Entscheidungen zu treffen über folgende Inhalte:

  • die Gesundheitssorge / die Pflegebedürftigkeit
  • den Aufenthalt in Wohnungsangelegenheiten
  • die Vertretung bei Behörden und vor Gericht
  • die Vermögenssorge
  • den Post- und Fernmeldeverkehr
  • die Untervollmacht
  • die Betreuungsverfügung

Die Rechtsgrundlage ist für die Vorsorgevollmacht vollends gegeben. Die Ausstellung stellt eine Willenserklärung dar, somit ist das Verhältnis zwischen Vollmachtgeber und Bevollmächtigten nach §662 ff. BGB rechtmäßig. Das Handeln des Bevollmächtigten nach §164 ff. BGB rechtlich richtig.
Eine Vorsorgevollmacht kann auf mehrere Arten abgeschlossen werden.

Sie kann formlos verfasst werden, das beinhaltet die handschriftliche oder computergeschriebene Vorsorgevollmacht. Daneben gibt es auch Vordruckmuster, die Formularen gleichen. Ausgedruckt können diese ausgefüllt werden.

Hier finden Sie das Muster einer Vorsorgevollmacht des Bundesministeriums für Justiz.

Das einzige, was jede einzelne Vorsorgevollmacht formal in jedem Fall beinhalten muss, sind Ort, Datum und die vollständige und vor allem eigenhändige Unterschrift des Bevollmächtigenden. Ohne diese Angaben ist die Vollmacht nicht gültig.

Bei der Ausstellung einer Vorsorgevollmacht muss beachtet werden, dass der Vollmachtgeber die volle Geschäftsfähigkeit besitzt und freiwillig entscheidet. Die Vollmacht hat nur im Original Gültigkeit. und kann jederzeit widerrufen werden. Obwohl Anwälte und Notare generell für Vorsorgevollmachten nicht zwingend sind, empfiehlt es sich vor allem bei Vorhandensein von Vermögen einen Anwalt und/oder Notar mit einzubeziehen.

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